Experten Tipp: Am Rialto-Markt – Al Merca

Die Bar Al Merca am Obst und Fischmarkt von Venedig

Direkt am Rialto-Markt, vom Markusplatz kommend hinter der Rialtobrücke. Die Bar heißt Al Merca liegt im Stadtteil San Polo und hat die Hausnummer 213. (Siehe Bild)

Da Sie die Semmel sowieso beim Essen in der Hand halten, können Sie auch beim Bestellen mit der Hand (bzw. Finger) auf die Auswahl in der Theke zeigen. Auch ohne dass Sie italienisch Sprechen.

Und die Namen des Weines haben Sie bestimmt schon gehört: „uno Vino rosso“ für den roten und „uno vino bianco“ für den Weißwein.

Dann suchen Sie sich noch einen Platz in der Nähe, an dem Sie Ihr Glas abstellen können, so wie hier im Bild in einer Nische einer Wand und schon sind sie mittendrin im italienischen Ambiente.

Wir von Venedig.com erleben diese schönen Momente jedes Mal ganz bewusst und suchen oftmals eine Möglichkeit, die Zeit und damit auch das Leben anzuhalten. Leider Vergeblich.

Experten Tipp: Essen und Trinken „wie die Venezianer“

In Venedig ist es wie in ganz Italien: Das Frühstück gehört nicht zu den Hauptmahlzeiten und wird NICHT ausgiebig zelebriert. Von Festen, zu besonderen Anlässen einmal abgesehen, ist auch das Mittagessen in der Regel nicht die Hauptmahlzeit des Tages.

Der Spruch: „Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler“ ist hier völlig unbekannt. Es ist sogar genau anders herum: Betonung liegt in der Regel auf einem ausgiebigen Abendessen.

Zum Frühstück gibt es mehr im vorbei gehen als im Sitzen einen Espresso, oder Cappuccino und ein Hörnchen (Brioche). Im Stehen an einer Cafébar, denn Zeit ist Geld.

Das Mitttagessen wird auch eher im Stehen und im vorbei gehen zu sich genommen. Wichtiger als das Essen und Trinken selbst, ist das „Miteinander Reden“. Und das geht in einer Gruppe im Stehen besser und flexibler als im Sitzen.

Konsequenterweise bedeutet dies, dass in der Früh gemeinsam mit den zufällig Anwesenden im Stehen an einer Bar ein Espresso mit Croissant oder Brioche etwas geratscht wird. Pech hat der, der gerade einen Bissen im Mund hat, denn er kann für ein paar Momente NICHT mitreden. Und das ist für einen Italiener die Höchststrafe.

So ist es auch zum Mittagessen. Oftmals mit Bekannten, Freunden die zufällig anwesend sind, ein Glas Wein in der linken Hand und in der Rechten eine Kleinigkeit zu Essen: Mini-Semmel belegt mit den Köstlichkeiten der Region: Käse, Wurst, Salami, Tunfisch, Schinken, Zwiebeln, Radicchio, Artischocken, Zucchini, Oliven, Mortadella, Auberginen, Walnüssen, etc. alles fein abgestimmt mit Gewürzen und Zutaten, dass Ihnen schon beim Zuschauen das Wasser im Mund zusammenläuft. Übrigens: Diese Mini Brötchen werden hier Cicchetti genannt. Eines allein heißt Cicchetto, aber das wird Ihnen nicht genügen, so lecker schmecken sie! Noch einen Hinweis zur Aussprache, die Buchstaben „ch“ werden in Italien immer als „K“ ausgesprochen. Also spricht es so aus:  Tschiketti

Sie werden begeistert sein! Sie können es selbst erleben. Sie dürfen bei diesen kleinen Gaumenfreuden gerne mitmachen. Probieren Sie es doch einmal aus. Genießen Sie es und erzählen Sie es weiter!

Cookie Consent mit Real Cookie Banner