Seine „Spur“ an der Porta della Carta
Wenn Sie vor dem Dogenpalast stehen, blicken Sie auf die Porta della Carta (das prächtige gotische Tor zwischen dem Palast und dem Markusdom).
Dort spielte sich am Morgen des 1. November 1756 das Ende seiner spektakulären Flucht aus den „Bleikammern“ (I Piombi) ab:

- Casanova und sein Mitgefangener Pater Balbi waren über das Dach des Palastes entkommen und gelangten durch ein Fenster wieder ins Innere.
- Sie stiegen die Stiegen hinab und standen schließlich vor den verschlossenen Türen der Porta della Carta.
- Ein Wärter hielt sie für Beamte, die versehentlich eingeschlossen worden waren, und öffnete ihnen das Tor.
- Casanova schritt – elegant gekleidet in einen Taffetmantel mit Spitzen – einfach hinaus auf die Piazzetta, drehte sich kurz um und stieg in eine Gondel, um die Stadt zu verlassen.
Fototipp für Sie: Fotografieren Sie die Porta della Carta. Zuhause können Sie erzählen, dass dies der exakte Punkt ist, an dem Casanova nach 15 Monaten Kerkerhaft wieder die Freiheit atmete.
Weitere sichtbare Casanova-Spuren für Ihre Foto Liste:

Wenn Sie Fotos von den „Sichtbarkeiten“ machen möchten, hier noch drei weitere Punkte, die fast direkt um die Ecke liegen:
- Das Café Florian (Prokuratien): Hier war Casanova Stammgast. Es war damals das einzige Café, in dem auch Frauen zugelassen waren – für ihn natürlich ein entscheidender Grund.
- Die Gedenktafel in der Calle Malipiero (San Samuele): Das ist die wohl wichtigste Tafel. Sie markiert seinen Geburtsort. Die Aufschrift lautet: „Giacomo Casanova in questa calle al numero 2993 nacque il 2 aprile 1725“.
- Die Seufzerbrücke: Auch wenn er hier „nur“ hindurchgeführt wurde, ist sie das Symbol für seinen Weg in die dunklen Kerker, bevor ihm die Flucht gelang.
Fundort: Giacomo Casanovas Geburtshaus

- Adresse: Calle Malipiero, San Marco 2993, 30124 Venezia.
- Wegbeschreibung: Die Gasse liegt ganz in der Nähe der Kirche San Samuele und des berühmten Palastes Palazzo Grassi. Wenn Sie mit dem Vaporetto (Linie 2) an der Haltestelle „San Samuele“ aussteigen, sind es nur wenige Schritte.
- Das Motiv: An der Hauswand finden Sie eine marmorne Gedenktafel. Sie ist schlicht, aber für Casanova-Fans ein echter Wallfahrtsort.
- Historischer Kontext: Casanova wurde hier als Sohn von Schauspielern geboren. Das Viertel war damals eher einfach, was seinen späteren Aufstieg in die höchsten Adelskreise noch beeindruckender macht.