Viktor Emanuel II.: Der „Vater des Vaterlandes“

Viktor Emanuel II. (1820–1878) war der erste König des vereinigten Italiens. Er stammte aus dem Hause Savoyen und wurde zum Symbol der italienischen Einigungsbewegung (dem Risorgimento).

Viktor Emanuel II.: Der "Vater des Vaterlandes"
Viktor Emanuel II.: Der „Vater des Vaterlandes“ auf der Riva degli Schiavoni

Warum ist er für Venedig so wichtig?

Venedig war nach dem Ende der Republik (1797) jahrzehntelang unter österreichischer Herrschaft. Viktor Emanuel II. erreichte das Ziel, das viele Venezianer (wie Daniele Manin) herbeigesehnt hatten:

  • Die Befreiung: Im Jahr 1866, nach dem Dritten Unabhängigkeitskrieg, wurde Venedig offiziell an das Königreich Italien angegliedert.
  • Der Einzug: Am 7. November 1866 zog Viktor Emanuel II. triumphierend in Venedig ein. Dies markierte das Ende der österreichischen Ära und den Beginn der Zugehörigkeit zum modernen Italien.

Was ist von ihm heute noch zu sehen?

In Venedig gibt es ein monumentales Denkmal und eine der breitesten Straßen, die an ihn erinnern:

1. Das Reiterstandbild am Riva degli Schiavoni

Wenn man vom Markusplatz am Ufer entlang Richtung Arsenale spaziert, kommt man an dem gewaltigen Monumento a Vittorio Emanuele II vorbei.

  • Das Denkmal: Er sitzt hoch zu Ross in Bronze. Zu Füßen des Sockels sieht man zwei allegorische Frauenfiguren: Eine stellt das „unterdrückte Venedig“ dar, die andere das „befreite Venedig“.
  • Interessantes Detail: Es ist eines der wenigen wirklich großen, freistehenden Reiterdenkmäler in der Stadt, was seine Bedeutung unterstreicht.

2. Die Via Vittorio Emanuele (heute Strada Nova)

Die breite Einkaufsstraße im Sestiere Cannaregio trug ursprünglich seinen Namen. Auch wenn sie heute meist „Strada Nova“ genannt wird, finden sich an einigen Stellen noch die alten Bezeichnungen.

3. Der Markusplatz

Nach dem Anschluss Venedigs an Italien wurden viele Symbole der Savoyer (das Wappen des Königshauses) an öffentlichen Gebäuden angebracht, oft in der Nähe der Markuslöwen, um die neue Einheit zu demonstrieren.

Was ist heute interessant für Touristen?

Für Ihre Surfer auf venedig.com bietet das Thema Viktor Emanuel II. spannende Anknüpfungspunkte:

  • Prachtvolle Fotomotive: Das Reiterstandbild an der Riva degli Schiavoni ist besonders im Abendlicht ein spektakuläres Motiv, mit der Kulisse der Lagune im Hintergrund.
  • Historischer Kontext: Es erklärt den Gästen, warum Venedig heute zu Italien gehört und nicht mehr – wie man aufgrund der Architektur glauben könnte – ein eigenständiger Stadtstaat oder Teil Österreichs ist.
  • Spaziergang mit Aussicht: Das Denkmal liegt an einer der schönsten Flaniermeilen der Welt. Hier verbindet sich Geschichte mit dem klassischen Venedig-Panorama.

Tipp für Fotografen: Das Reiterdenkmal an der Riva hat sehr feine Details an den Begleitfiguren (die Löwen und die Frauenfiguren). Diese eignen sich hervorragend für Nahaufnahmen.

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