Die schönsten Palazzi am Canal Grande: Vom Markusplatz zur Accademia

Die schönsten Palazzi am Canal Grande: Vom Markusplatz zur Accademia
Die schönsten Palazzi am Canal Grande Süd: Vom Markusplatz zur Accademia

Jeder kennt die Bilder der prächtigen Palazzi am Canal Grande. Links und rechts am Kanal reihen Sie sich wie eine wertvolle Perlenkette auf. Sie lernen hier die schönsten Palazzi in Wort und Bild kennen. Genießen Sie die Panorama Tour und erfahren Sie vorab, worauf Sie in Venedig ihr Hauptaugenmerk richten sollten.

Sie erfahren hier nur die wichtigsten bekanntesten und schönsten Palazzi. Für alle 200 Paläste wäre dieser Reiseführer ein zu umständliches Buch. Außerdem würden Sie die Menge an Informationen und Hinweise erschlagen. Deshalb konzentrieren wir uns auf die schönsten und bekanntesten.

Mit dem Vapoertto durch den Canal Grande

Der weitaus größte Teil des Canal Grande ist NICHT zu Fuß begehbar. Mit Ausnahme weniger Meter rechts und links von der Rialto Brücke, wo Sie auf einem schmalen Uferweg gehen können, sind Sie auf eine Bootsfahrt durch den Canal angewiesen, um die Sehenswürdigkeiten und Palazzi zu genießen.

Dabei stehen Ihnen 3 Varianten zu Auswahl:

  • Die Panorama Tour mit einem privaten Wassertaxi nur für Sie
  • Eine geführte Tour mit einem Boot der Ali Laguna
  • Ein Vaporetto des ACTV (Öffentlicher Nahverkehr)

Ganz gleich für welche Variante Sie sich entscheiden, es wird auf jeden Fall ein eindrucksvolles Erlebnis.

Brenta: Der Kanal ist der letzte Flussabschnitt des Flusses Brenta. Wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie dass sich das Wasser im Canal immer ganz langsam bewegt. Der Canal Grande ist 4 Kilometer lang und zwischen 30 und 70 Meter breit.

Insgesamt rund 200 Palazzi sind rechts und links am Canal aufgereiht. Sie erfahren hier nur die schönsten und interessantesten. Außerdem haben wir bewusst auf die endlos lange Liste an Vorbesitzer und Jahreszahlen verzichtet.

Grundsätzliche Fassaden Gliederung

In der Fassaden Unterteilung kann man die Nutzung eines Palastes bereits ganz gut ablesen:

Wassergeschoss: Da alle Palazzi auf zahlreichen Holzpfählen ins Wasser gebaut sind, wird das Erdgeschoss oft auch Wassergeschoss genannt. Dieses Geschoß ist meist offen, damit es zum Warentransport zu den Schiffen besser geeignet ist.

Mezzanin: Halb oder Zwischengeschoss mit geringerer Höhe. Es wird meist für Buchführung und Dienstbotenwohnung benutzt.

Portego: Das erste Stockwerk ist fast immer der Piano nobile mit typischen Mehrfachfenstern. Dahinter liegt meist der Portego, der Prachtraum des Palastes. Links und rechts davon sind kleinere Räume für private Nutzung

Zweiter Stock: Ebenfalls noch ein zweites Piano nobile, Portego Fenster

Dachgeschoss: Für Bedienstete und Küche, oft weniger hoch. Rechts im Bild.

Raumnutzung: Mehrere Fenster im ersten oder zweiten Stock nebeneinander, oder eine Loggia, weist immer auf einen großen Repräsentationsraum im Innern hin. Die einzelnen Seitenfester rechts oder links davon sind meist Privat Räume.

Piano nobile, Secondo piano nobile

Übersetzung: Piano = Stockwerk, Nobile = Adlig, Edel, nobel

Das edle, noble Stockwerk, im Französischen oft Bel Etage genannt, ist meist das Hauptgeschoss eines Hauses. In dieser Etage sind die wichtigsten Wohn- und Schlafzimmer untergebracht. Es ist meist das erste Stockwerk und befindet sich damit über dem Erdgeschoss.

Da die Häuser in Venedig KEINEN Keller haben, ist im Erdgeschoss meist nur die Empfangshalle und kleinere Zimmer (Diensträume) und die Treppe zum ersten Stockwerk, das als nobles, bzw. edles ausgestattet ist. Das ist besonders in Venedig wichtig, dadurch dringt keine Feuchtigkeit in diese Etage.

Sie erkennen das „Piano nobile“ auch von außen durch die großen Fenster, Balkone und offene Loggien.

Ein zweites Piano Nobile: Secondo piano nobile

Viele Palazzi haben über dem ersten Stockwerk noch ein zweites „Nobles Stockwerk“. Hier befinden sich Zimmer mit eher privater Charakter, Schlafzimmer, etc. so wie Sie dies im Bild am Beispiel des Ca‘ D‘ Oro in Venedig sehen.

Sowohl das Piano Nobile als auch das Secondo piano nobile dienen meist als Privat Raum für die Familie der Besitzer.

Der gesprengte Giebel

Ein gesprengter Giebel ist ein Giebel, bei dem dessen Mitte nicht geschlossen, sondern geöffnet (gebrochen) ist. Dieser Mittelteil scheint unvollendet und wirkt „gesprengt“. Er kann jedoch mit diversen Gestaltungs-Elementen ausgeschmückt sein.

Er wird vor allem im Barock verwendet. Oft wird er wie hier im Bild auch als Ziergiebel, oder Bekrönung oder Verdachung von Fenstern und Türen oder Eingangsportalen verwendet. Im Bild ist ein solcher gesprengter Giebel wie er über dem Portal der Kirche S. Stae zu erkennen ist.

Maßwerke

Die filigrane Arbeit der Steinmetze, die die Fenster, Balustraden Balkone oder die Oberfläche von Wänden bearbeiten, wird Maßwerk genannt. Bei vielen geometrischen Mustern wird auch der Stein komplett durchgebrochen, sodass er wie ein Stein Skelett aussieht. Maßwerke wurde vor allem in der Gotik verwendet. In dieser Epoche zählten sie zu den wichtigsten Gestaltungs-Merkmalen an Balustraden, Laufgängen, Emporen oder Turmhelmen.

Feinere Stein Strukturen wurden oft mit Eisendübeln verstärkt um die Stabilität zu erhöhen, da der Mörtel allein oft nicht ausreichte. Die Löcher im Stein in denen die Eisendübel stecken, sind mit Blei ausgegossen. Die Maßwerke im Außenbereich sind natürlich stark der Verwitterung ausgesetzt. Dies gilt besonders für Venedig, da hier das Salz der Lagune auch in der Luft enthalten ist.

Epochen der Baukunst

Die Gründung Venedig fällt in das Jahr 421. Seit dieser Zeit erlebte die Stadt zahlreiche Epochen der Baukunst, die Sie heute noch deutlich erkennen können.

Das „offizielle“ Datum der Gründung, ist der 25. März 421. Heute geht man jedoch meist davon aus, dass die Lagune erst im 7. Jahrhundert n. Chr. besiedelt wurde, nicht im 5. Jahrhundert. Der 25. März ist wohl aus dem Grund gewählt, weil das das Verkündigungsfest der Gottesmutter ist, zu der Venedig eine SEHR enge Verbindung hat.

Die Lagune als Haus Untergrund

Im Bild eine Aufnahme aus der Lagune von Venedig. Genau so sah es früher aus, bevor die ersten Häuser erbaut wurden. Venedig besteht aus vielen kleinen Inseln, die durch kleine Wasser Priele voneinander getrennt sind. Darin kann man heute noch die ursprüngliche Lagunen Landschaft erkennen. Die ehemaligen Priele sind heute die zahlreichen Kanäle von denen Venedig durchzogen ist. In den oft sandigen unsicheren Baugrund wie sie es hier im Bild sehen, wurden viele Holzpfähle gerammt und darauf die Häuser gebaut.

Die meisten Palazzi haben trotz beachtlicher unterschiedlicher Größe meist einen gemeinsamen Baustil: Einen dominanten Mittelteil mit rechten und linkem Flügel.

Der rote Marmor stammt vorwiegend aus Verona (roter Marmor) und der weißer Kalkmarmor aus Istrien.

Lageplan mit Links Rechts Lage

Der Plan ist von http://www.OpenStreetMap.org – © OpenStreetMap-Mitwirkende

Im Plan sehen Sie die Haupt Sehenswürdigkeiten im südlichen Canal Grande zwischen Markusplatz und Accademia Brücke. Die Reihenfolge der Beschreibung entspricht der Vaporetto Fahrt durch den Canal, die am Markusplatz beginnt und in Richtung Bahnhof geht.

Links – Rechts: Die Angaben von rechts oder links beziehen sich ebenfalls auf die Fahrtrichtung Ihres Bootes, beginnend am Markusplatz in Fahrtrichtung Bahnhof. Genießen Sie die eindrucksvolle Atmosphäre der wunderschönen Palazzi, das bunte Treiben der Boote auf dem Kanal und stellen Sie sich im Geiste vor, wie früher die Handelsschiffe Ihre Waren zu den Händlern gebracht haben.

Links: Punta della Dogana am Eingang des Canal Grande

Punta della Dogana
Punta della Dogana

Das alte Zollgebäude von Venedig aus dem Jahre 1677, ist mittlerweile ein Kunstmuseum. Seine dreieckige Form trennt den Canal Grande im Norden vom Canal Giudecca im Süden. An der Spitze des Dreiecks ist die Dogana da Mar

Früher, mit Beginn des 15. Jahrhunderts wurden hier alle Waren, die über das Meer in die Stadt kamen, sowohl verzollt als auch gelagert und auf kleinere Schiffe umgeladen, so dass die Waren auch durch die engen Kanäle in alle Teile der Stadt transportiert werden konnten.

Beachten Sie ganz oben auf dem Gebäude die 2 Sklaven die eine goldene Kugel halten. Auf der Kugel dreht sich Fortuna, die Wetterfahne im Wind.

Heute ist die Punta della Dogana ein Museum für zeitgenössische Kunst in Venedig. Hier werden die Kunstwerke der François Pinault-Stiftung ausgestellt. Sie ist eine der größten Sammlungen zeitgenössischer Kunst der Welt.

Rechts: Hotel Bauer Palazzo

Hotel Bauer Palazzo
Hotel Bauer Palazzo

Das Haus links im Bild ist das Bauer Palazzo. Zum Hotel gehört auch das „De Pisis Restaurant“. Links im Bild, vor dem Hotel, ist die Freiheitsstaue in Klein. Rechts von dem Hotel Bauer Palazzo, das Haus mit den bunten Fahnen ist der spätgotische Palazzo Giustinian a San Moisè. Dort ist der Sitz der Biennale.

Die Homepage des Hotels ist: http://www.bauervenezia.com/

Links: Santa Maria della Salute

Santa Maria della Salute
Santa Maria della Salute

Direkt hinter der Dogana da Mar am Eingang des Canal Graden ist die Votiv Kirche Santa Maria della Salute.

Votiv = Gelübde.  Votiv Kirchen sind die Kirchen die als Dank oder Gebetserhörung für die Erfüllung eines bestimmten Wunsches erbaut wurden.  Sie wurde im Baustil des Barocks erbaut. Ihre Kuppel ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen Venedig. Besonders auffällig sind die riesigen schneckenförmige Voluten. (Gerollte Ornamente)

Der Doge Nicolò Contarini gelobte der Madonna, eine Kirche zu bauen, als Dank für das Ende der Pest im Jahr 1630. Insgesamt wurde 50 Jahre lang an der Kirche gebaut. Die Kirche hat einen achtseitigen Grundriss, mit zwei Kuppeln und zwei Campanili, und ist ganz mit Marmor verkleidet.

1.000.000 Die Salute- steht angeblich auf über einer Million Baum Stämmen von je vier Metern Länge.

Auf der großen Kuppel steht die Immaculata, die unbefleckte – immaculata – Gottesmutter mit zwölf Sternen aus der Offenbarung des Johannes, auf der kleineren eine Figur des Heiligen Markus.  Das Innere der Kirche ist im Vergleich zum prachtvollen Außenbau eher nüchtern. Den Marmor Fußboden sollten Sie aber auf jeden Fall beachten sowie einen Blick auf den Hauptaltar werfen: eine kleine Putte verscheucht auf Intervenieren der Gottesmutter die als alte scheußliche Frau dargestellte Pest aus Venedig.

Rechts: Palazzo Contarini Fasan

Palazzo Contarini Fasan
Palazzo Contarini Fasan

Der Palazzo Contarini Fasan wird häufig auch ‚Casa di Desdemona‘ genannt. Er ist zwar nicht so hoch und breit wie manch anderer pompöser Palast, ist aber wegen seiner besonderen filigranen Dekoration trotzdem bemerkenswert. „Desdemona“ ist „die vom Schicksal Verfolgte“ – so die Bedeutung ihres Namens – Gattin des Othello in Shakespeares gleichnamiger Tragödie „Othello“, die sowohl Rossini wie auch Verdi musikalisch umgesetzt haben.

Beachten Sie die großen Wappen und die besonders schönen Balkone. Die Maßwerke am Balkon mit den Fischblasen Ornamenten gibt es in Venedig nur ein einziges Mal.

Rechts: Palazzo Gritti

Palazzo Gritti
Palazzo Gritti

Der Palazzo Pisani Gritti ist ein gotischer Palast. Die Kanalfassade hatte wie viele andere Paläste Venedigs auch, einmal Fresken, die jetzt verloren gegangen sind – was schade ist, denn kein geringerer als Paolo Veronese höchstpersönlich hatte sie im 16. Jahrhundert gemalt.

Bemerkenswert sind die beiden breiten Seitenteile links und rechts von der 5 teiligen Loggia. Sie erkennen deutlich den ersten Piano Nobile und den zweiten Piano Nobile.

Das Wassergeschoss ist sehr niedrig ausgefallen und dient heute als Terrasse mit herrlichem Blick auf den Canal Grande. Heute ist dort das Luxushotel Gritti Palace.

Die Homepage des Hotels ist: http://www.thegrittipalace.com/de

Rechts: Palazzo Barbarigo Minotto

Palazzo Barbarigo Minotto
Palazzo Barbarigo Minotto

Wollen Sie in einen kleinen Raum eine Oper erleben, wo Sie quasi mitten auf der Bühne sitzen und alles hautnah erleben können?  z.B die Oper La Traviata von Verdi ?

Dann sind sie hier im Palazzo Barbarigo Minotto genau richtig. Es ist das weiße hohe Haus in der Bildmitte. Der Link zur Homepage ist: http://www.musicapalazzo.com

Bitte beachten Sie, dass alle Palazzi am Kanal Grande in Reih und Glied aufgebaut sind und (fast) kein Haus weiter in den Kanal hineinragt wie die Anderen. Dies hat zur Folge, dass der Kanal fast das Aussehen eines Flusses hat, an dessen Ufern die Palazzi wie eine Perlenkette aufgereiht sind.

Rechts: Palazzo Corner della Ca‘ Granda (Präfektur)

Palazzo Corner della Ca' Granda (Präfektur)
Palazzo Corner della Ca‘ Granda (Präfektur)

Sie erkennen sofort, dass die Besitzer dieses monumentalen Renaissance Palast (die Fam. Corner) zu den reichsten der Stadt gehörten. Beim Bau wurde besonderen Wert darauf gelegt, dass er imposant und mächtig wirkt. Der Name Ca Granda (Großes Haus) weist auch darauf hin. Es ragt deutlich über die benachbarten Häuser hinaus. Beachtenswert sind auch die ovalen Dachfenster, die später mehrfach in Venedig kopiert wurden.

Heute ist es nach einer gründlichen Renovierung der Sitz der Präfektur und der Büros Provinzverwaltung. (Prefettura – Ufficio Territoriale del Governo di Venezia)

Grundsätzlich weisen Flaggen an der Fassade immer auf öffentliche Gebäude der Stadt Venedig, des Landes Venedig oder Gerichte hin. Fast immer sind es mindestens 3 Flaggen: Die Flagge der Stadt Venedig, vom Land Italien und von der europäischen Union.

Der Link zur Homepage ist: http://www.prefettura.it/venezia/multidip/index.htm

Links: Palazzo Venier dei Leoni (Guggenheim Museum)

Palazzo Venier dei Leoni (Guggenheim Museum)
Palazzo Venier dei Leoni (Guggenheim Museum)

Der Bau des Palazzo Venier dei Leoni wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begonnen und leider nie fertiggestellt. Warum ist nicht ganz so klar – vorstellbar, dass die Corners auf der gegenüberliegenden Seite des Canal Grande alles andere als daran interessiert waren, dass vor ihrer Nase der höchste Palast am Canal Grande entstand – man kann ein Modell dieses Giganten im Museo Correr am Markusplatz bewundern – und ihnen die Sicht versperrt und ihren Palast auf einmal klein erscheinen ließ.

Der Name „dei Leoni“ kommt von den beiden steinernen Löwenfiguren an der Seite der Terrasse zum Canal Grande. Angeblich hatten die Veniers einen echten Löwen in Ihrem Garten. Seit 1949 ist in diesem Palast das Peggy Guggenheim Collection Museum von Venedig. Sie selbst wohnte bis zu Ihrem Tod im Jahr 1979 in diesem Haus. Vom Markusplatz sind es zu Fuß ca. 16 Minuten.

Die Homepage des Museums ist: http://www.guggenheim-venice.it/inglese/default.html

Links: Ca‘ Dario

Ca' Dario
Ca‘ Dario

Palazzo Dario oder Ca‘ Dario ist einer der schönsten und bekanntesten Paläste in Venedig. Der Palast selbst ist abgesehen von der Fassade zum Canal Grande im typischen Stil der italienischen Gotik erbaut. Dieser Stil ist in Venedig sehr verbreitet. Die Fassade zum Canal Grande ist aber deutlich Renaissance, anstelle der Spitzbogenfenster der Gotik sind Fenster und Türen mit Rundbögen versehen. Beachten Sie auch die hohen Schornsteine im typisch venezianischen Stil.

Die Ca´ Dario ist DAS Gruselkabinett Venedigs – alle Eigentümer des Palastes vom 15. bis zum 21. Jahrhundert haben irgendwelche Tragödien erlitten: Selbstmord, Mord, Bankrott … standen hier auf der Tagesordnung.

Der Palast ist in Privatbesitz. Er ist NICHT für Publikum geöffnet.

Links: Der Palazzo Barbarigo

Palazzo Barbarigo
Palazzo Barbarigo

Dieser Palast mit seinen vielen bunten Mosaiken fällt Ihnen sofort auf. Sie erkennen das Wassergeschoß und die beiden Piano nobile. Leider liegt das Haus den größten Teil des Tags im Schatten, so dass er nur schlecht zu fotografieren ist.

Er wurde in der Epoche der Renaissance erbaut. Die bunten Mosaike an der Fassade sind wesentlich länger haltbar und nicht so sehr der Verwitterung ausgesetzt wie Fresken. Der Duden schriebt als Erklärung für Fresken: „Auf frischem, noch feuchtem Putz ausgeführte Malerei“. Siehe www.duden.de

Das Mosaik in der linken Hausfassade zeigt: Karl I (bzw. V) von Spanien ist bei Tizian in der Werkstatt

Das Mosaik in der rechten Hausfassade zeigt: Heinrich III von Frankreich ist mit dem Dogen Alvise Mocenigo in einer Glasbläserei in Murano.

Links: Palazzo Contarini Polignac

Palazzo Contarini Polignac
Palazzo Contarini Polignac

Der Palazzo Contarini Polignac ist ein bedeutender Palast aus der der Frührenaissance. Baumeister war wahrscheinlich Giovanni Buora. Beachten Sie die Fassade, die durchgehend mit Marmor verkleidet ist. Die 3 Stockwerke sind klar zu erkennen: Wassergeschoss, Piano Nobile und zweites Piano Nobile.

Claude Monet malte von einer Gondel aus mehrmals den Palast. Eines der Bilder wurde im Jahr 2013 für 19.682.500 GBP verkauft. Von der ursprünglichen Vergoldung der Fassade ist fast nicht mehr zu erkennen. Seitdem der Palast im19. Jahrhundert im Besitz der Nähmaschinen Singer Erbin Winarett war, gibt es hier vier alte Klaviere bzw. Flügel, die auch heute noch bei musikalischen Events im Palast zum Einsatz kommen.

Rechts: Palazzo Cavalli Franchetti

Palazzo Cavalli Franchetti
Palazzo Cavalli Franchetti

Dieser neogotische Palast (links im Bild) steht direkt an dem Ponte dell’Accademia. Der in seiner Bausubstanz gotische Palast wurde im 19. Jahrhundert nach Entwürfen des Architekten Camillo Boito umgebaut, der – in seiner Zeit durchaus nicht unüblich – Meinung war, dass er eigentlich viel besser gotische Paläste bauen könnte als das die Baumeister zur Zeit der Gotik vermochten. Darum hat er die alte Bausubstanz weitgehend entfernt und im Stil der Gotik neu gebaut.

Er ist ein sehr beliebtes und auch bekanntes Foto Motiv. Von der Brücke aus ist der Palast zusammen mit dem Canal Grande und der imposanten Kirche Santa Maria della Salute ein sehr beliebtes und besonders schönes Motiv Venedigs. Auch der besonders schöne Bootsanleger mit den rot-weißen Pfählen fällt Ihnen bestimmt sofort auf.

Seit 1999 ist der Palast ein Sitz der venezianischen Wissenschafts- und Kultureinrichtung Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti. Im Jahr 2003 wurde hier zusätzlich das Europäische WHO-Büro für Gesundheit und Entwicklung eröffnet.

Links: Gallerie dell’Accademia

Gallerie dell'Accademia
Gallerie dell’Accademia

Die Accademia ist ein heute das weltweit bedeutendste Museum venezianischer Malerei überhaupt. Die Pinakothek (Bildergallerie) ist in einem Komplex von verschiedenen Gebäuden untergebracht: der alten Kirche Santa Maria della Carità, dem dazugehörigen gleichnamigen Lateranskloster sowie dem Gebäude der ehemaligen Bruderschaft, Scuola, Santa Maria della Carità.

Seit dem Ende der Republik, als Napoleon Kirche, Kloster und Verband geschlossen hatte, wurde der Komplex als Sitz der Kunstakademie genutzt. Seit dem frühen 20. Jhd. dann als allgemein zugängliches Museum venezianischer Malerei der 14. bis zum 18. Jahrhundert.

Den Canal Grande überqueren insgesamt nur 4 Brücken. Eine davon, die Ponte dell’Accademia, wurde nach dem Museum benannt. Die Brücke ist ein schönes Beispiel dafür, wie dauerhaft Provisorien sein können, denn nichts anderes ist diese hölzerne Version der ursprüngliche gusseisernen Brücke, die die Österreicher im 19. Jahrhundert an dieser Stelle errichtet hatten, die aber im 20. Jahrhundert an tragenden Teilen rostete und darum provisorisch in Holz erneuert wurde …

Die Homepage der Kunstakademie ist: http://www.gallerieaccademia.org


Diese Seite wurde erstellt mit besonderer Unterstützung von Fr. Dr. Susanne Kunz-Saponaro, offizielle zertifizierte Fremdenführerin für Venedig. Bitte besuchen Sie bei Interesse an einer Führung in Venedig Ihre Homepage: http://www.stadtfuehrungen-venedig.de





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