Karneval in Venedig: So entgehst du dem Massenansturm

Der Karneval in Venedig ist weltberühmt, doch er unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt vom Fasching in Köln oder Mainz: Er dauert exakt 14 Tage und steuert dann auf das große Final-Wochenende zu.

Man munkelt, dass die venezianischen Hoteliers diese Zeitspanne bewusst gewählt haben, um im Winter den Umsatz anzukurbeln. Ein Karneval, der wie in Deutschland am 11.11. beginnt, wäre für die Lagunenstadt schlicht zu lang. So konzentriert sich das ganze Spektakel auf zwei intensive Wochen.

Mein wichtigster Tipp: Die Wochenmitte nutzen

Auch wenn ich immer wieder davor warne: Die meisten Besucher haben nur am Wochenende Zeit. Busunternehmen aus ganz Europa karren zehntausende Tagestouristen am Samstag und Sonntag in die Stadt. Die Folge? Venedig ist hoffnungslos überfüllt.

Kommen Sie von Montag bis Freitag! Das ist das Geheimnis der erfahrenen Maskenträger und Profi-Fotografen. Unter der Woche sind fast alle Masken bereits da, aber der große Massentourismus fehlt. Sie können das bunte Spektakel in aller Ruhe genießen, ohne geschoben zu werden.

Das „Nadelöhr“ am Wochenende vermeiden

Extreme Menschenmassen auf dem Markusplatz während des Karnevals in Venedig an einem Samstag

Karneval-Wahnsinn am Wochenende: Wenn der Markusplatz zur Sackgasse wird. Wer hier nicht geschoben werden möchte, nutzt lieber die ruhigere Wochenmitte.

Wenn Sie am Hauptwochenende in Venedig sind, bereiten Sie sich auf den Ausnahmezustand vor. Rund um den Markusplatz herrscht oft „die Hölle“:

  • Fußgänger-Stau: In den engen Gassen geht es oft 20 Minuten lang weder vor noch zurück.
  • Einbahnstraßen-Regelung: Die Polizei muss oft spontan den Fußgängerverkehr regeln und Gassen zu Einbahnstraßen erklären, um das Gedränge zu bändigen.

So retten Sie Ihr Karneval-Wochenende

Sollten Sie doch mit einer Reisegruppe am Wochenende ankommen, habe ich zwei goldene Regeln für Sie:

  1. Der frühe Vogel sieht die Masken: Seien Sie ab 6:00 Uhr morgens auf dem Markusplatz. Das Licht ist fantastisch, die Atmosphäre magisch und die Massen schlafen noch.
  2. Fluchtplan ab 10:00 Uhr: Sobald es unerträglich voll wird (meist ab 9:00 oder 10:00 Uhr), verlassen Sie den Stadtkern.

Mein Insider-Tipp: Fahren Sie nach Murano oder Burano. Während sich auf dem Markusplatz die Menschen auf den Füßen stehen, herrscht auf den Außeninseln im Winter „tote Hose“. Dort können Sie in aller Ruhe Museen oder Kirchen besuchen und den Karnevalstrubel hinter sich lassen.

Genießen Sie den Karneval – aber mit Plan!

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