Croisières à Venise : la nouvelle réglementation à partir de 2027 et les chiffres du tourisme

Le débat sur les bateaux de croisière dans la lagune de Venise entre dans une nouvelle phase. À partir de l'année 2027 L'accès au port va être réorganisé pour certaines catégories de navires. Alors que les très grands paquebots transatlantiques continueront d'être tenus à l'écart, on observe un retour vers les terminaux proches du centre-ville pour les croisières de luxe et d'expédition.

Un bateau de croisière dans la lagune de Venise à partir de 2027
Un bateau de croisière dans la lagune de Venise à partir de 2027

Neue Grenzwerte für die Lagune

Nach Angaben der Hafenbehörde (Port Authority) wird das strikte Verbot für die Anfahrt der Stazione Marittima ab 2027 modifiziert. Schiffe, die bestimmte Maße nicht überschreiten, dürfen dann wieder tiefer in die Lagune einfahren. Die Eckpunkte der neuen Verordnung sind:

  • Maximale Länge: 250 Meter
  • Maximale Größe: 60.000 Bruttoraumzahl (BRZ)
  • L'itinéraire : Die Schiffe nutzen nicht mehr den Weg direkt am Markusplatz vorbei (Giudecca-Kanal), sondern erreichen den Hafen über den Vittorio-Emanuele-III-Kanal.

Dies bedeutet, dass hochwertige Luxusliner und Expeditionsschiffe (wie etwa von Hapag Lloyd, Phoenix Reisen oder Oceania Cruises) wieder direkt in Venedig festmachen können. Große Massenschiffe von Reedereien wie AIDA, MSC oder Costa sind von dieser Lockerung aufgrund ihrer Größe weiterhin ausgeschlossen und müssen auf Ausweichhäfen wie Marghera, Triest oder Ravenna setzen.

Der „Schichtwechsel“: Warum Kreuzfahrer oft zu Unrecht kritisiert werden

Oft wird behauptet, Kreuzfahrtschiffe seien die Hauptursache für den Massentourismus. Unsere Erfahrung aus 25 Jahren Vermittlung von Wassertaxis und Logistik vor Ort zeichnet jedoch ein anderes Bild.

Venedig ist für die Schifffahrt kein gewöhnlicher Zwischenstopp für einen kurzen Landgang. Es ist ein zentraler Ein- und Ausstiegshafen.

  1. Die Infrastruktur: Mit dem drittgrößten Flughafen Italiens, dem Hauptbahnhof und den großen Parkhäusern ist Venedig die logistische Drehscheibe für den Passagierwechsel.
  2. Wertschöpfung statt Tagestourismus: Ein Großteil der Passagiere reist bereits Tage vor der Kreuzfahrt an oder bleibt nach der Reise in der Stadt. Sie buchen Hotels, nutzen lokale Guides und speisen in Restaurants. Sie sind somit ein wirtschaftlich stabiler Faktor für den Erhalt der Stadt und unterscheiden sich deutlich von den „Tagestouristen“, die die Stadt nach wenigen Stunden wieder verlassen.

Die Zahlen im Verhältnis

Betrachtet man die nackten Zahlen, wird die Verhältnismäßigkeit deutlich: Von den jährlich rund 20 Millionen Besuchern machen die etwa 800.000 Kreuzfahrtpassagiere lediglich 4 % aus. Selbst wenn jeder einzelne von ihnen die Stadt besichtigt, stellen sie nur einen Bruchteil der touristischen Last dar.

Das Referendum von 2017: Eine kritische Einordnung

Häufig wird in Medien ein Referendum aus dem Jahr 2017 zitiert, bei dem sich angeblich „die Mehrheit der Venezianer“ gegen die Schiffe ausgesprochen habe. Fachlich betrachtet ist diese Aussage jedoch lückenhaft:

  • Venedig zählt mit dem Festland ca. 250.000 Einwohner.
  • An der damaligen Befragung nahmen jedoch nur etwa 18.000 Menschen teil.
  • Das entspricht einer Beteiligung von gerade einmal 7,2 % der Bevölkerung.

Obwohl die Teilnehmer fast einstimmig gegen die Schiffe stimmten, kann man bei einer Beteiligung von 7,2 % kaum von einem Votum der „Mehrheit der Einwohner“ sprechen. Zudem ist unklar, wie viele Tagestouristen bei dieser informellen Befragung auf der Straße ebenfalls abgestimmt haben.

Fazit für Reisende

Die Entwicklung ab 2027 ist ein Kompromiss zwischen dem Schutz der historischen Bausubstanz und der Aufrechterhaltung Venedigs als bedeutender Hafenstandort. Für Urlauber, die Wert auf Qualität und eine längere Verweildauer in der Stadt legen, bleibt die Kreuzfahrt ab Venedig eine logistisch sinnvolle und für die Stadt wertvolle Form des Reisens.

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