Die Kirchen im Venedig Lageplan

Der Markusdom am Markusplatz

Der Markusdom (Basilica San Marco) ist die Hauptattraktion in Venedig. Und dominiert mit seiner Schönheit und architektonischer Pracht den Markusplatz. Zusätzlich zum Campanile, der allein schon wegen seiner Höhe beeindruckt, ist vor allem der Markusdom die Hauptattraktion am Markusplatz.
Il Redentore – Die Erlöserkirche auf der Giudecca
Die Chiesa del Santissimo Redentore ist eines der bedeutendsten Bauwerke Venedigs. Sie ist nicht nur ein religiöser Ort, sondern ein monumentales Denkmal der Dankbarkeit.

Warum man sie besuchen sollte
Im Gegensatz zum Markusdom bietet Il Redentore eine helle, klare und fast beruhigende Atmosphäre. Die Kirche wurde von dem berühmten Architekten Andrea Palladio entworfen, nachdem Venedig 1576 eine schwere Pest-Epidemie überstanden hatte. Wer Architektur mit klaren Linien und mathematischer Präzision mag, wird diese Kirche schätzen.
Santa Maria della Salute – Das barocke Wahrzeichen
Die Basilica di Santa Maria della Salute ist eine der meistfotografierten Kirchen der Welt. Sie steht markant an der Einfahrt zum Canal Grande im Stadtteil Dorsoduro und wurde als Dank für das Ende der Pest von 1630 errichtet.

Warum man sie besuchen sollte
Die Architektur von Baldassare Longhena ist technisch beeindruckend: Die gewaltige Kuppel ruht auf über einer Million Holzpfählen, die in den Boden gerammt wurden. Im Inneren erwartet Sie ein heller, achteckiger Raum, der durch seine Weite und die kunstvollen Marmorböden besticht.
San Giorgio Maggiore – Die Insel der Stille und Aussicht

Die Basilica di San Giorgio Maggiore thront majestätisch auf der kleinen Insel gegenüber dem Dogenpalast. Sie gehört zu einem Benediktinerkloster und ist eines der meistfotografierten Motive Venedigs, vor allem bei Sonnenuntergang.
Warum man sie besuchen sollte
Die Kirche wurde ebenfalls von Andrea Palladio entworfen. Sie besticht durch ihre mathematische Klarheit und das strahlend weiße Innere. Der größte Vorteil für Besucher: Während man am Markusturm (Campanile di San Marco) oft stundenlang ansteht, ist es hier deutlich entspannter – bei einer fast identischen (oder sogar besseren) Aussicht auf die Stadt.
San Vidal – Wo Architektur auf Vivaldi trifft
Die Kirche San Vidal liegt am südlichen Ende des Campo Santo Stefano, direkt am Zugang zur Accademia-Brücke. Heute ist sie weniger als klassisches Gotteshaus bekannt, sondern vielmehr als einer der stimmungsvollsten Konzertsäle Venedigs.

Warum man sie besuchen sollte
San Vidal ist der ideale Ort für Kulturliebhaber. Die Kirche wird heute primär für Ausstellungen und die berühmten Abendkonzerte genutzt. Da der Kirchenraum eine hervorragende Akustik besitzt, ist ein Besuch hier ein Erlebnis für Augen und Ohren gleichermaßen.
San Polo – Ein gotisches Juwel am großen Platz
Die Kirche San Polo (Kurzform für San Paolo, den Heiligen Paulus) liegt am gleichnamigen Campo San Polo, dem zweitgrößten Platz Venedigs. Sie ist eine der ältesten Kirchen der Stadt und besticht durch ihre markante Schiffsrumpf-Decke und eine beeindruckende Sammlung an Meisterwerken.

Warum man sie besuchen sollte
San Polo ist ein Muss für Kunstliebhaber, die die großen venezianischen Meister ohne die extremen Menschenmassen der Frari-Kirche erleben möchten. Besonders die Werke der Familie Tiepolo und ein bedeutendes Spätwerk Tintorettos machen den Besuch lohnenswert.
Basilica dei Frari – Das Monument der venezianischen Gotik
Die „Frari“, wie die Venezianer sie kurz nennen, ist eine der größten und imposantesten Kirchen der Stadt. Sie ist das Herzstück des Stadtteils San Polo und beherbergt Kunstwerke von Weltrang, darunter zwei Hauptwerke von Tizian, der hier auch begraben liegt.
Warum man sie besuchen sollte
Ein Besuch der Frari-Kirche ist fast gleichbedeutend mit einem Besuch in einem der besten Museen der Welt. Die Architektur ist atemberaubend hoch, und die schiere Menge an bedeutenden Grabmälern (darunter für den Komponisten Claudio Monteverdi und den Bildhauer Antonio Canova) macht sie zum „Pantheon“ Venedigs.
Santa Maria di Nazareth – Das prachtvolle Tor zu Venedig

Direkt neben dem Bahnhof Santa Lucia gelegen, ist die Kirche Santa Maria di Nazareth (oft auch Scalzi-Kirche genannt, nach den „unbeschuhten“ Karmeliter-Mönchen) das erste architektonische Ausrufezeichen, das Reisende nach ihrer Ankunft in Venedig sehen. Sie ist eines der bedeutendsten Beispiele für den venezianischen Spätbarock.
Warum man sie besuchen sollte
Viele Touristen hasten am Ausgang des Bahnhofs direkt zu den Booten. Dabei verbirgt sich hinter der beeindruckenden Marmorfassade einer der prächtigsten Innenräume der Stadt. Für Besucher, die nach einer Zugreise einen Moment der Stille suchen, bevor sie in das Trübe der Stadt eintauchen, ist sie der perfekte erste Anlaufpunkt.
Santi Giovanni e Paolo – Die Grabstätte der Dogen
Die Basilica dei Santi Giovanni e Paolo im Stadtteil Castello ist die größte gotische Backsteinkirche Venedigs. Seit dem 15. Jahrhundert wurden hier fast alle Trauerfeiern für die Dogen (die Staatsoberhäupter) abgehalten. Sie ist ein gewaltiges Zeugnis der Macht und des technischen Stolzes der Republik Venedig.

Warum man sie besuchen sollte
Wer die politische Geschichte Venedigs verstehen will, muss hierher kommen. In dieser Kirche ruhen 25 Dogen in prachtvollen Grabmälern, die wie steinerne Geschichtsbücher wirken. Die schiere Größe der Halle und die technische Leistung, ein solches Gewicht auf dem weichen Untergrund Venedigs zu stützen, ist beeindruckend.
Santa Maria dei Miracoli – Das Marmor-Juwel von Venedig
Die Kirche Santa Maria dei Miracoli im Stadtteil Cannaregio ist eines der vollkommensten Beispiele der venezianischen Frührenaissance. Erbaut vom Architekten Pietro Lombardo, wirkt sie wie ein kostbares, aus Marmor gehauenes Reliquiar, das mitten in einem ruhigen Wohnviertel aus dem Wasser ragt.

Warum man sie besuchen sollte
Diese Kirche ist einzigartig, weil sie sowohl innen als auch außen vollständig mit kostbarem, farbigem Marmor verkleidet ist. Es gibt keine großen Backsteinwände wie bei den anderen Kirchen. Die Harmonie der Proportionen und die technische Präzision der Steinschnitzereien machen sie zu einem Favoriten für Kenner und Ästheten.
San Giacomo di Rialto: Die Wiege Venedigs

Mitten im pulsierenden Herzen des Rialto-Viertels, dort wo seit Jahrhunderten gehandelt und gefeilscht wird, steht eine kleine Kirche, die oft übersehen wird: San Giacomo di Rialto. Sie gilt als das älteste Gotteshaus der Stadt und ist eng mit der Gründungslegende Venedigs im Jahr 421 verbunden.
Ja, Venedig legt großen Wert auf angemessene Kleidung in Gotteshäusern. Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Im Sommer empfiehlt es sich, immer ein leichtes Tuch im Rucksack zu haben, das man sich bei Bedarf umhängen kann. Hüte und Mützen sollten von Herren beim Betreten abgenommen werden.
Häufige Fragen und Antworten über Kirchen in Venedig
Gibt es eine Kleiderordnung für die Kirchen?
Ja, Venedig legt großen Wert auf angemessene Kleidung in Gotteshäusern. Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Im Sommer empfiehlt es sich, immer ein leichtes Tuch im Rucksack zu haben, das man sich bei Bedarf umhängen kann. Hüte und Mützen sollten von Herren beim Betreten abgenommen werden.
Darf man in den Kirchen fotografieren?
In den meisten Kirchen ist das Fotografieren ohne Blitz für den privaten Gebrauch erlaubt. In einigen Kirchen (wie dem Markusdom oder bei speziellen Kunstausstellungen) ist das Fotografieren jedoch streng untersagt. Achten Sie bitte auf die Hinweisschilder am Eingang. Professionelle Stativ-Aufnahmen sind grundsätzlich genehmigungspflichtig.
Sind die Kirchen barrierefrei zugänglich?
Viele der großen Kirchen (wie die Salute oder San Giorgio) sind ebenerdig oder über Rampen zugänglich. Bei kleineren Gemeindekirchen gibt es oft ein bis zwei Stufen am Eingang. Tipp: Fragen Sie das Personal vor Ort nach dem „Accesso disabili“ – oft gibt es versteckte Seiteneingänge mit Rampen.
Muss ich für den Besuch Eintritt bezahlen?
Der Markusdom kostet 10,00 Euro. Viele kleinere Pfarrkirchen sind kostenlos zugänglich (für einige Bereiche wie das Museum oder den Schatz des Markusdoms fallen Gebühren an). Viele kunsthistorisch bedeutende Kirchen gehören zum Chorus-Verbund. Hier kostet der Einzeleintritt ca. 3 € bis 4 €, oder man nutzt den günstigen „Chorus Pass“ für alle teilnehmenden Kirchen.
Kann man während einer Messe die Kirche besichtigen?
Nein. Während der Gottesdienste ist eine touristische Besichtigung nicht gestattet. Die Aufsichtskräfte achten streng darauf, dass die Gläubigen nicht gestört werden. Planen Sie Ihren Besuch daher am besten zwischen den Messezeiten (meist vormittags nach 10:00 Uhr und nachmittags vor 17:00 Uhr).
Kirchen im Überblick
- Alle Kirchen im Überblick
- Im Zentrum der Stadt: Der Markusdom
- San Vidal – Wo Architektur auf Vivaldi trifft
- San Giorgio Maggiore – Die Insel der Stille und Aussicht
- Santa Maria della Salute – Das barocke Wahrzeichen
- Il Redentore – Die Erlöserkirche auf der Giudecca
- San Polo – Ein gotisches Juwel am großen Platz
- Santi Giovanni e Paolo – Die Grabstätte der Dogen
- Santa Maria dei Miracoli – Das Marmor-Juwel von Venedig
- Basilica dei Frari – Das Monument der venezianischen Gotik
- Santa Maria di Nazareth – Das prachtvolle Tor zu Venedig
- San Giacomo di Rialto: Die Wiege Venedigs