Die Basilica di San Giorgio Maggiore thront majestätisch auf der kleinen Insel gegenüber dem Dogenpalast. Sie gehört zu einem Benediktinerkloster und ist eines der meistfotografierten Motive Venedigs, vor allem bei Sonnenuntergang.

Warum man sie besuchen sollte
Die Kirche wurde ebenfalls von Andrea Palladio entworfen. Sie besticht durch ihre mathematische Klarheit und das strahlend weiße Innere. Der größte Vorteil für Besucher: Während man am Markusturm (Campanile di San Marco) oft stundenlang ansteht, ist es hier deutlich entspannter – bei einer fast identischen (oder sogar besseren) Aussicht auf die Stadt.
Wichtige Fakten für den Besuch
- Architektur: Eine perfekte Kombination aus Renaissance-Stil und venezianischer Tradition. Die Fassade ist aus strahlendem istrischem Kalkstein.
- Kunstschätze: Im Altarraum hängen zwei monumentale Spätwerke von Tintoretto: „Das Letzte Abendmahl“ und „Der Fall des Manna“.
- Der Glockenturm (Campanile): Das absolute Highlight. Er bietet einen 360-Grad-Blick auf Venedig, die Lagune und bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Der Eintritt kostet 8,00 Euro und wir haben noch nie erlebt, dass man hier anstehen muss.
Praktische Informationen
- Anfahrt: Ausschließlich mit dem Vaporetto erreichbar. Linie 2 ab San Zaccaria (nahe Markusplatz) oder Zattere. Haltestelle: San Giorgio.
- Barrierefreiheit: Die Kirche selbst ist ebenerdig zugänglich. Der Glockenturm verfügt über einen modernen Aufzug, der direkt von der Kirchebene nach oben fährt – ideal für Senioren, da keine Stufen bestiegen werden müssen.
- Eintritt: Der Besuch der Basilika ist kostenlos. Die Fahrt mit dem Aufzug auf den Glockenturm ist gebührenpflichtig (Tickets vor Ort erhältlich).
- Öffnungszeiten: Täglich von ca. 09:00 – 19:00 Uhr (im Winter kürzer). Während der Gottesdienste ist eine Besichtigung nicht gestattet.
- Allgemeine Hinweise zu Kleidung, Fotografie und Barrierefreiheit in venezianischen Kirchen finden Sie in unserem Kirchen-Ratgeber/FAQ.
Tipp für Senioren
Die Insel San Giorgio ist eine Oase der Ruhe abseits der Touristenströme. Nach dem Besuch der Kirche und des Turms kann man wunderbar an der Kaimauer sitzen und den Schiffsverkehr im Becken von San Marco beobachten. Es gibt dort auch eine kleine Bar/Café im hinteren Bereich des Klosters, die oft weniger überlaufen ist als die Cafés im Zentrum.
Kirchen im Überblick
- Alle Kirchen im Überblick
- Im Zentrum der Stadt: Der Markusdom
- San Vidal – Wo Architektur auf Vivaldi trifft
- San Giorgio Maggiore – Die Insel der Stille und Aussicht
- Santa Maria della Salute – Das barocke Wahrzeichen
- Il Redentore – Die Erlöserkirche auf der Giudecca
- San Polo – Ein gotisches Juwel am großen Platz
- Santi Giovanni e Paolo – Die Grabstätte der Dogen
- Santa Maria dei Miracoli – Das Marmor-Juwel von Venedig
- Basilica dei Frari – Das Monument der venezianischen Gotik
- Santa Maria di Nazareth – Das prachtvolle Tor zu Venedig
- San Giacomo di Rialto: Die Wiege Venedigs